Flohmärkte für Kindersachen

Kindersachen-Flohmarkt

Kindersachen-Flohmarkt

Auf die Plätze fertig los

Es ist soweit. Der Winter geht, der Frühling klopft an die Tür … und die Kleinen sind schon wieder aus den Sommersachen herausgewachsen.

Nun heißt es: Kleiderschränke sortieren, die Kinder dazu zwingen, T-Shirts, Hosen, Jacken, Pullover, Sportsachen, Schuhe und alles was sich noch im (meist überfüllten) Kleiderschrank so tummelt, anzuprobieren. Hat man das nach einigen Unmutsbekundungen der Kinder endlich geschafft, stehen noch die Spielsachen an. Leider ist bei den Kleinen der Trennungsschmerz meist größer als die Vorfreude auf neues Spielzeug.
Nun steht Mama (und/oder Papa) also vor einem Haufen Kindersachen und Spielzeug und muss sich nun noch überlegen, was darf/soll/kann das noch kosten? Meist hängt das Herz an besonders geliebten Kleidern und Shirts, diese sehen aber dementsprechend aus … zwar gut für eine zweite Runde, aber monetär nicht messbar mit dem ideellen Wert. Nach dem körperlichen Stress folgt nun auch der seelische Schmerz…
Dann hat man endlich alles in Körbe und Kisten verstaut und „schleppt“ es zum Flohmarkt-Veranstalter.

Kaum erholt stellt man sich am nächsten Tag brav in die Schlange und wartet geduldig mit den anderen Mamis und Papis und Omis und Opis (und natürlich den vielen rumtollenden Kids) darauf, dass man sich ins Getümmel „stürzen“ darf. Nach dem Durchwühlen von zig Klamottenstapeln (da kann man schon mal den Durchblick verlieren und nimmt dann für die Sechsjährige ein Wilde-Kerle-Shirt und für den Großen ein Kleid und fürs Baby ein schulterfreies Shirt mit …), einem immensen Entscheidungsstress (wer zuerst kommt …) und dem geduldigen Warten, bis man an der Kasse angekommen ist, stapft man zu dem (aufgrund der Vielzahl an Besuchern) meist sehr weit entfernten Parkplatz, in der rechten Hand fünf Plastetüten von Aldi/Lidl und Co. und auf dem linken Arm ein Kuchenpaket (in der Hoffnung, dass das nicht fällt).

Zu Hause angekommen stellt man fest, dass die Hose dem Großen zu kurz, das Kleid der Mittleren nicht gefällt und die Jüngste sich weigert, eine Bluse mit Knöpfen anzuziehen. Egal – man kann zumindest die Vielzahl der schon vorhandenen T-Shirts wieder aufstocken und mit dem besseren Gefühl in die Saison starten, dass der Kleiderschrank nun wieder „voll“ ist (wobei man das ja eigentlich nicht mehr wollte).

Und nun die alles entscheidende Frage: Warum tut man sich das (mindestens) zweimal im Jahr eigentlich an???

Die Wissenschaft hat dazu folgendes herausgefunden (das beruhigt ungemein):
Natürlich möchte man die Ausgaben für den naturgemäß schnell wechselnden Bedarf der heranwachsenden Kinder eingrenzen.
Neben diesem Zweck dienen die Kindersachen-Flohmärkte auch der reinen Unterhaltung mit Gleichgesinnten. Man trifft sich, schwatzt, dank der hervorragenden Verpflegung mit selbstgebackenem Kuchen kann man gemütlich Kaffeetrinken. Was früher im Tante-Emma-Laden um die Ecke oft gängige Praxis war, passiert heute auf Flohmärkten – hier nimmt man sich noch die Zeit dafür.
Besucher von Flohmärkten für Kindersachen suchen außerdem das Flair dieser Marktform – auch wenn das nicht jedermanns Sache ist. Man braucht schon etwas Stehvermögen (meist bildet sich die Schlange vor der Tür schon Stunden vor der Öffnungszeit), Ellenbogenmentalität (der Einlass wird überwiegend reguliert, damit es keine tumultartigen Szenen gibt), Entscheidungsfreude (immerhin hat man bei größeren Flohmärkten in einer Kleidergröße eine Auswahl von ca. 200 T-Shirts, 150 Hosen, 80 Jacken, … – wo hat man sonst so eine Anzahl zur direkten Begutachtung?) und zu guter Letzt benötigt man am Ende noch Ausdauer (die Schlange bis zur Kasse ist nicht minder lang, als die vor dem Einlass …).

Nichts desto Trotz, es macht Spaß!!! Man trifft Leute, die man sonst nicht sieht. Man findet wirkliche Schnäppchen, auch so manches Teil, das nicht noch die drei Kindergartenfreundinnen von einschlägigen Kindermarken tragen … und Frau befriedigt ihre Einkaufsgelüste: Einkaufen von Lebensmitteln ist Pflichtprogramm, doch Kindersachen-Kauf stellt die Kür dar – egal, ob ein Kind zehn Hosen braucht … ach ja und Mann ist glücklich, dass es wenig gekostet hat.

Wer sich also, wie nach neuester Einkaufsstudie als Motivationsfaktoren bestätigt, etwas „Gutes tun möchte“ und „Lust auf etwas Neues“ (Altes) hat, der sollte sich die folgenden Termine vormerken (Ergänzungen sind über die Kommentarfunktion sehr gern gesehen).

Folgende Kindersachen-Flohmärkte, auf denen Schwangerschaftsbekleidung, Babyausstattungen, Kinderkleidung, Spielzeug und Kinderbücher verkauft werden, finden in diesem Frühjahr in der Umgebung von Arnstadt statt:

06. März, 10 bis 15 Uhr:
Marlishausen, Feuerwehrgerätehaus(Alte Hausener Straße)

06. März, 13 bis 16 Uhr, Schwangere ab 12 Uhr:
Stadtilm, Rathaussaal(Straße der Einheit 1)

13. März, 12 bis 15 Uhr, Zubehörzelt ab 11 Uhr:
Kirchheim, Turnhalle(Ortseingang aus Richtung Arnstadt)

17. April, 12 bis 15.30 Uhr:
Arnstadt, Kunsthalle(Angelhäuser Straße 1)

Viel Spaß bei der aufregenden Schnäppchenjagd!

Verwendete Quellen:
Sebastian Münz, Flohmarkt – Märkte, Menschen, Waren, 4. Auflage, Röschen-Verlag, 2008
www.innovations-report.de

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3 Gedanken zu “Flohmärkte für Kindersachen

  1. Hallo,
    der Kirchheimer Flohmarkt ist am 12. und der Arnstädter Flohmarkt war auch immer am Samstag, kenne aber nicht den Termin.

  2. Ilka Siegmund says:

    Hallo,

    die Termine sind leider ohne die Jahreszahl 2010 aufgeführt … sorry.
    Die Flohmarkttermine, soweit mir bekannt, sind in diesem Frühjahr:

    Kirchheim: 12.03.
    Marlishausen: 12.03.
    Arnstadt: 09.04.

    Viel Spaß beim Stöbern!

  3. Ilka Siegmund says:

    Hallo liebe Flohmarktfans!

    Aufgrund mehrerer Nachfragen hier die Flohmarkttermine für Kindersachen im Herbst 2011 (soweit mir bekannt):

    17.09.11: Arnstadt, Turnhalle Rudolstädter Straße – 10.00 bis 16.00 Uhr
    24.09.11: Kirchheim, Turnhalle – 12.00 bis 16 Uhr, ab 11.00 Uhr (Zelt Großspielzeug, Kinderwagen u.a.)
    08.10.11: Stadtilm, Rathaussaal – 13.00 bis 16.00 Uhr (Schwangere ab 12.00 Uhr)

    Viel Spaß beim Stöbern!